Fundsachen

Fundsachen:

So stelle ich mir die „spät­rö­mi­sche Deka­denz” vor.
Bitte wenden Sie sich vertrau­ens­voll an den Flei­scher in Ihrer Nähe.

"Spätrömische Dekadenz"

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Am Anfang war das Wort: Back­mi­schung

Am Anfang war das Wort: Backmischung

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Eine Berufs­per­spek­tive ange­sichts der Beru­fungs­praxis an deut­schen Hoch­schulen, über die man sich die Haare raufen möchte?

Eine Berufsperspektive?

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Exis­tenz­fragen:

Unmit­telbar nachdem ich bzw. der, den ich für mich hielt, ein Paket entge­gen­ge­nommen hatte, erhielt ich diese Benach­rich­ti­gung per Mail. Selbst der Paket­zu­steller meines Vertrauens scheint zu wissen, daß ich gele­gent­lich neben mir stehe. Aber offenbar nicht nur das. Ich scheine auch neben mir zu wohnen ...

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Wander­schuhe:

WanderschuheIn dem Verzicht auf schüt­zendes Schuh­werk vermu­tete ich zunächst im Vorfeld des Katho­li­ken­tages im benach­barten Leipzig, der zum Zeit­punkt, zu dem ich dieses Bild veröf­fent­liche, gerade statt­findet, einen vorbe­rei­tenden Akt der Buße. Nun las ich aber gerade, daß ein Student in einem Museum eine Brille auf den Fußboden legte und als Kunst „verkaufte”, und behaupte deshalb verwegen, daß es sich wohl um ein Kunst­pro­jekt zu handeln scheint. Gut, für manche sind es viel­leicht auch einfach nur herren­lose Schuhe. Man wundert sich, was in Univer­si­täten so alles verloren und nicht mehr vermißt wird. Über zwei Wochen seit seiner ersten Ende­ckung fand das blaue Paar Herren­schuhe aber seine Bestim­mung: es wurde zum Wander­schuh - vermut­lich als Alle­gorie auf einen sozialen Abstieg: aus der ersten Etage ins Erdge­schoß, aus dem Warmen der Univer­sität vor die Tür.

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Keine Angst vor wilden Tieren!

Keine Angst vor wilden Tieren

Wenn man in Japan reist, trifft man gele­gent­lich auf Warn­schilder dieser Art. Die Warnung vor Meister Petz fand sich auf der Noto-​Halbinsel in der Präfektur Ishi­kawa; vor der Schlange warnte man in der Umge­bung eines Hotels am Flug­hafen Narita in der Präfektur Chiba, dem Groß­raum der japa­ni­schen Haupt­stadt.

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entzückend TascheWenn ich an die vielen Euro­päer denke, die vermut­lich Verbal­in­ju­rien, Unan­stän­diges oder Seiten­ver­kehrtes in chine­si­schen Schrift­zei­chen auf der Haut tragen, will ich milde sein. Diese „entzü­ckend Tasche”, die ich für ca. 75 Cent in einem 100-​Yen-​Shop, dem japa­ni­schen Pendant eines 1-​Euro-​Ladens, in Tôkyô kaufte, entzückte mich tatsäch­lich. Und dabei hatte man in der Produk­tion ja erfolg­reich schon einige sprach­liche Klippen umschifft. Die Tasche sei nicht etwa „entzu­ckend”. Der Umlaut stimmt! Selbst das „ck” wurde meis­ter­lich einge­ar­beitet. Allein der Etat in der Produk­tion reichte offenbar nicht mehr aus, der Charge ein abschlie­ßendes „e” zu spen­dieren, weil damit vermut­lich der güns­tige Preis des Produkts nicht mehr zu halten gewesen wäre.

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Erich Honeckers "Reden und Aufsätze"

Die Univer­sität Halle gibt den Standort, an dem sich die Japa­no­logie und die Geschichte befinden, auf. In den nächsten Wochen beginnt der gene­ral­stabs­plan­mä­ßige Umzug. Auf den Fluren vor den Büros wird abge­stellt und zur Mitnahme ange­boten, was nicht mehr gebraucht wird: Tech­ni­sches Gerät, das jedem tech­nik­his­to­risch Inter­es­sierten das Herz wärmt, Geschirr, vor allem aber Bücher. Was dabei offenbar so gar keinen Absatz finden mochte, ist eine mehr­bän­dige, wenn auch unvoll­stän­dige Ausgabe von Erich Hone­ckers „Reden und Aufsätze”. In welcher Ablage die wohl die letzten 25 Jahre geschlum­mert haben mag?

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Vorsicht Stufe!Nicht nur Stufen, sondern auch die Recht­schreib­re­geln stellen Hürden dar, über die man fallen kann.

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Ein Weckruf! Oder doch einfach nur ein Graf­fito an der Mauer einer Schule in meiner Nach­bar­schaft?

Komm, wir hören auf, müde zu sein★★★★★★

Täglisch leckere Suppen..., die hoffent­lisch schme­cken.

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Sehr viele Japaner und zahl­reiche Japan­be­su­cher würden in Abwand­lung eines Bonmots von Loriot zu einer bestimmten Rasse von Vier­bei­nern vermut­lich auf die Frage, ob ein Leben ohne die japa­ni­sche Nudel­suppe, râmen ラーメン, möglich sei, sicher antworten: „Möglich schon, aber sinnlos.” Zwei­fellos gilt diese Einsicht auch für jene, in einer nord­ja­pa­ni­schen Nudel­sup­pen­küche ange­bo­tene „Christus-​Nudelsuppe” (Kiri­suto râmen キリスト・ラーメン) für 560 Yen (= ca. 4 Euro):

Christus-Nudelsuppe

Wo und warum sie in Japan über­haupt ange­boten wird, beschreibe ich hier.

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Wie „Sprotten” eben so sind: klein, aber immer oho!

Die kleine "Sprotte"★★★★★★

Fast ist man ein wenig pein­lich berührt, daß in manchen Teilen des Landes für die „Familie” eigens Fest­tage veran­staltet werden, und hat den nicht unbe­rech­tigten Verdacht, daß dies dann doch zu viel der Ehre sein könnte:

Sprottentage im Ostseebad Eckernförde★★★★★★

Anläß­lich der Land­tags­wahl 2013 in Nieder­sachsen - dem Bundes­land, in dem ich aufge­wachsen bin - wurde für den CDU-​Spitzenkandidaten und bishe­rigen Minis­ter­prä­si­denten des Landes, David McAl­lister, unter dem Titel „So machen wir das. Für Nieder­sachsen” ein Wahl­song produ­ziert. Darin heißt eine Text­zeile, während im dazu­ge­hö­rigen Video ein Fisch in eine Beilage der SPD-​Zeitung „Vorwärts”, mit der augen­schein­lich für seinen Gegen­kan­di­daten geworben wurde, einge­wi­ckelt wird:

„Bist Du eine linke Sprotte,
leg Dich niemals mit uns an.
Unser Chef, der ist ein Schotte,
und wir sind ein starker Klan.”

Es sei nur am Rande erwähnt, daß McAl­lister diese Land­tags­wahl verlor.

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Gegrillte Sprotten

Gefunden auf einem Weih­nachts­markt in Berlin. Gut und kostbar - nun ja, zumin­dest teuer - eben.

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Restaurant "Sprotte"

Hier eine kleine Impres­sion vom Glücks­burger Strand. Da es ange­sichts des eher verhal­tenen Ange­bots von Dauer­stellen im Fach „Japa­no­logie” und meiner fehlenden Fortune bei Bewer­bungen doch offenbar langsam Zeit für eine beruf­liche Neuori­en­tie­rung ist, sieht man sich eben um.

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VotivtafelAuch diesem Hund kann hoffent­lich geholfen werden - zumin­dest, wenn man der Wirkung von soge­nannten ema 絵馬, shin­tôis­ti­schen Votiv­ta­feln, Glauben schenken mag. Gefunden am Meiji-​Schrein in Tôkyô.