Neue Publikation: 1969年の日独外務省政策企画協議と日本の核武装問題

deckblatt_es15Hier noch­mals ein Hinweis zu meinem Forschungs­pro­jekt bezüg­lich des Japan­be­suchs von Egon Bahr (SPD) 1969 im Kontext der deutsch-​japanischen Bezie­hungen & zeit­ge­nös­si­scher Diskus­sionen über eine atomare Bewaff­nung Japans. Als Abschluß dieses Forschungs­vor­ha­bens ist jetzt ein Aufsatz in japa­ni­scher Sprache von mir erschienen.

この度、私が1969年の日独外務省政策企画協議と日本の核武装問題をテーマに執筆した論文が東京大学大学院総合文化研究科附属グローバル地域研究機構/ドイツ・ヨーロッパ研究センター編集『ヨーロッパ研究』第15号に掲載されましたので、ここにお知らせいたします。

マイク・ヘンドリク・シュプロッテ(2016年):「日独外務省政策企画協議と日本の核武装問題―エゴン・バールと1969年の日本訪問―」、『ヨーロッパ研究』、第15号、29-41頁. 論文のフル・テキストはこちらです。

Vortragsankündigung: „Egon Bahr ‒ sein Japanbesuch 1969” (OAG, Tôkyô, 23. Sept. 2015)

In der vergan­genen Nacht ist der Archi­tekt einer „Neuen Ostpo­litik” der sozi­al­li­be­ralen Koali­tion unter Führung Willy Brandts, der Frie­dens­for­scher und Bundes­mi­nister a.D. Prof. Dr. Egon Bahr (SPD) 93-​jährig verstorben. Diese trau­rige Nach­richt fällt zufällig mit meiner Absicht zusammen, heute auf einen Vortrag hinzu­weisen, den ich am Mitt­woch, den 23. September 2015 um 18:30 Uhr in deut­scher Sprache bei der Deut­schen Gesell­schaft für Natur- und Völker­kunde Ostasiens (OAG) in Tôkyô halten werde. Der Titel meines Vortrages lautet:

Egon Bahr ‒ sein Japan­be­such 1969 und die Frage einer japa­ni­schen Atom­be­waff­nung

Details über den Inhalt meines Vortrages, die Örtlich­keit und die gast­ge­bende Gesell­schaft finden Sie hier auf den Seiten der OAG. Außerdem könnten Sie sich über das mit diesem Vortrag in Zusam­men­hang stehende Forschungs­pro­jekt durch diese Projekt­skizze infor­mieren.

Weiterer japanischsprachiger Aufsatz im Volltext zugänglich

Nachdem ein weiterer Heraus­geber und der den Text ursprüng­lich publi­zie­rende Verlag zuge­stimmt haben, freut es mich, einen weiteren Aufsatz von mir in japa­ni­scher Sprache im Voll­text anbieten zu können.

♦マイク・ヘンドリク・シュプロッテ、「平民社、ドイツ社会民主主義と日露戦争-理論的主張と政治の現実感におけるプロレタリア国際主義について」.In: 梅森直之(編)、帝国を撃て — 平民社100年国際シンポジウム』、論創社、2005年、33—59頁.
⇒ zum Voll­text /​ フル・テキストへ.

Japanischsprachige Aufsätze im Volltext zugänglich

Nach Rück­sprache mit den Heraus­ge­bern freut es mich, nunmehr eine Auswahl meiner japa­nisch­spra­chigen Aufsätze als Voll­text im PDF-​Format anbieten zu können. Es handelt sich um folgende Publi­ka­tionen:

♦マイク・ヘンドリク・シュプロッテ、「国際的現象としての「大逆罪」 — ドイツ帝国の場合」. In: 初期社会主義研究』. 2014年、25号,33–41頁.⇒ zum Voll­text /​ フル・テキストへ.

♦マイク・ヘンドリク・シュプロッテ、「西川正雄氏(1933-2008)についての私的回想」. In: 初期社会主義研究』 . 2009年、21号,117—122頁. ⇒ zum Voll­text /​ フル・テキストへ und zur Vor­lage in deut­scher Sprache.

♦マイク・ヘンドリク・シュプロッテ、「ドイツ帝国から見た明治時代の初期社会主義運動発達史」. In: 初期社会主義研究』. 2003年、16号, 179—205頁. ⇒ zum Voll­text /​ フル・テキストへ.

Vor siebzig Jahren: Hinrichtung des Journalisten und Spions Richard Sorge (1895-​1944)

DDR-Briefmarke [1976] zu Ehren des "Kundschafters des Friedens" Richard SorgeAm Vormittag des 7. November 1944, dem 27. Jahrestag des Sturms auf das Winter­pa­lais in Sankt Peters­burg als Beginn der Okto­ber­re­vo­lu­tion in Rußland, die nach unserem Kalender eigent­lich eine „Novem­ber­re­vo­lu­tion” war, und heute auf den Tag genau vor siebzig Jahren, wurde um 10:20 Uhr im „Ichigaya-​Gefängnis” (Ichi­gaya keimusho 市谷刑務所) in Tôkyô der deut­sche Jour­na­list und sowje­ti­sche Spion Richard Sorge zum Galgen geführt. 16 Minuten später war er tot. Sorge war vom so ge­nannten „Vierten Büro“ des Mili­tä­ri­schen Nach­rich­ten­diens­tes der Sowjet­union ange­worben worden und hatte zuerst in China und ab 1933 in Japan einen Spio­na­ge­ring, über dessen Details ich schon früher berich­tete, aufge­baut. Der Verlauf der Hinrich­tung ist der Repro­duk­tion eines japa­ni­schen Proto­kolls zu entnehmen, das als Teil eines Berichts aus dem August des Jahres 1947 in engli­scher Sprache zur Spio­na­ge­af­färe, die mit dem Namen Richard Sorges untrennbar verbunden ist, im August 2004 zufällig von dem an der Geschichte sozialer Bewe­gungen inter­es­sierten Histo­riker und Akti­visten Watabe Tomiya 渡部富哉 in einem der Anti­qua­riate der japa­ni­schen Haupt­stadt im Stadteil Kanda entdeckt wurde. Weiter­lesen

Vortragsankündigungen (November 2014) /​ 講演のご案内 (2014年11月)

Sind Sie viel­leicht Mitte November in Tôkyô? Auf Einla­dung des „Zentrums für Deutschland- und Euro­pa­stu­dien” der Univer­sität Tôkyô (DESK, 東京大学ドイツ・ヨーロッパ研究センター) halte ich in japa­ni­scher Sprache am 17. und 23. November 2014 auf dem Komaba-​Campus dieser Univer­sität im Rahmen verschie­dener Veran­stal­tungen folgende Vorträge.

11月に東京にいらっしゃいませんか。来たる11月17日と23日に、東京大学ドイツ・ヨーロッパ研究センターで講演をさせていただきます。講演のご案内をお知らせします。 Weiter­lesen

Publikation: Egon Bahrs Japanbesuch 1969 und die Frage einer japanischen Atombewaffnung

Forschungsprojekt: Egon Bahrs Japanbesuch 1969 - Ein Moment des japanischen "nuclear hedging"

Im Oktober 2010 schlugen in Japan die Wellen hoch, als der öffentlich-​rechtliche Fern­seh­sender NHK in einer Doku­men­ta­tion mit dem Titel „Japan, das ‚Atom­bom­ben‘ zu besit­zen wünschte: die unbe­kannte Wahr­heit über das Land, das zum Opfer von Atom­bom­ben wurde“ (‚kaku‘ o moto­meta Nihon: hiba­ku­koku ga shira­re­zaru shin­jitsu 「核」を求めた日本 - 被爆国が知られざる真実) ein Memo­randum aus dem Jahr 1969 vorstellte, in dem der SPD-​Politiker Egon Bahr, damals Leiter des Planungs­stabes des Auswär­tigen Amtes der Bundes­re­pu­blik, über die ersten Konsul­ta­tionen des Stabes mit seinem Pendant in Tôkyô berich­tete und dabei streng vertrau­liche Aussagen japa­ni­scher Dele­ga­ti­ons­mit­glieder zu der Option einer eigen­stän­digen japa­ni­schen Atom­be­waff­nung in dem mögli­chen japa­ni­schen Streben nach dem Status einer „Super­macht” erwähnte. Nachdem im Kontext der Havarie des Atom­kraft­werks Fukus­hima I unmit­telbar nach dem schweren Erdbeben im Osten Japans am 11. März 2011 auf einer japa­no­lo­gi­schen Mailing­liste auf einen Artikel eines japa­ni­schen Poli­tik­wis­sen­schaftler hinge­wiesen worden war, der diesen Sach­ver­halt kritisch beur­teilte, war mein Inter­esse geweckt. Gerade eben konnte ich zu dieser Thematik einen Aufsatz veröf­fent­li­chen:

Sprotte, Maik Hendrik (2014): Egon Bahr und sein Japan-​Besuch 1969: Japa­ni­sche Atom­waf­fen als ‚Frage des Wil­lens, nicht des Kön­nens‘?“ In: Fakul­tät für Ost­asi­en­wis­sen­schaf­ten der Ruhr-​Universität Bochum (Hg.): Bochu­mer Jahr­buch zur Ost­asi­en­for­schung (BJOAF). Mün­chen: Iudi­cium, 36 /​ 2012, S. 213-​247.

Ich habe mein Publi­ka­ti­ons­ver­zeichnis entspre­chend auf den neuesten Stand gebracht.