„Bibliographie zur historischen Japanforschung”: 1700 Datensätze

rotIn dem von mir admi­nis­trierten, frei zugäng­li­chen Inter­net­tool der “Biblio­gra­phie zur histo­ri­schen Japan­for­schung” stehen Ihnen inzwi­schen 1700 Daten­sätze deutsch­spra­chiger Publi­ka­tionen zur japa­ni­schen Geschichte für Ihre biblio­gra­phi­sche Recherche zur Verfü­gung. Ein Teil der Daten­sätze ist mit dem Voll­text einer Publi­ka­tion verlinkt, soweit er im Internet zur Verfü­gung steht.

In Kürze wird die Biblio­gra­phie aufgrund eines Wechsels des Inter­net­dienst­leis­ters mögli­cher­weise für kurze Zeit nicht zur Verfü­gung stehen. Verzö­ge­rungen in der Erreich­bar­keit sind dann allen­falls tech­ni­schen Unwäg­bar­keiten geschuldet. Hier bitte ich gege­be­nen­falls um Ihr Verständnis und bin – noch – recht zuver­sicht­lich, derar­tige Schwie­rig­keiten vergleichs­weise schnell lösen zu können. Bitte versu­chen Sie es dann zu einem späteren Zeit­punkt erneut.

Die Erdbeben auf Kyûshû vom April 2016 & die Demagogie

Seitdem am 14. April die südlichste der vier japa­ni­schen Haupt­in­seln, Kyûshû, mit der Präfektur Kuma­moto im Fokus von einem schweren Erdbeben getroffen wurde, dem seither in einer unun­ter­bro­chenen Kette zum Teil noch weit schwere „Nach­beben” folgen, brodelt die Gerüch­te­küche in den sozialen Netz­werken. Es sind diese - nichts zuletzt psychi­schen - Ausnah­me­si­tua­tionen, die der Verbrei­tung von Gerüchten Vorschub leisten, wenn auch die Anony­mität des Inter­nets heut­zu­tage dabei inzwi­schen förder­lich sein mag. Manche Gerüchte nehmen dabei gar nicht zwin­gend in der betrof­fenen Region ihren Ausgang, sondern werden aus falsch­ver­stan­denem „Spaß” andern­orts hämisch „kompo­niert”.  Gleich­wohl fühlt man sich wie auf einer Zeit­reise - in den September 1923 und nach Tôkyô, als Verleum­dungen, von der zeit­ge­nös­si­schen Pres­se­be­richt­erstat­tung flan­kiert, zu gewalt­samen Ausschrei­tungen gegen die korea­ni­sche Minder­heit in der japa­ni­schen Haupt­stadt­re­gion nach dem schweren Kantô-​Erdbeben vom 1. September 1923 (Kantô dais­hinsai, 関東大震災) führten. Ähnlich üble Gerüchte, japa­nisch デマ (dema, von: Demagogie), wie damals werden jetzt gerade, in dem Moment, in dem dieser kurze Beitrag entsteht, im Kontext des Kumamoto-​Erdbebens über den Kurz­nach­rich­ten­dienst Twitter in statt­li­cher Zahl verbreitet: Weiter­lesen

Neue Publikation: 1969年の日独外務省政策企画協議と日本の核武装問題

deckblatt_es15Hier noch­mals ein Hinweis zu meinem Forschungs­pro­jekt bezüg­lich des Japan­be­suchs von Egon Bahr (SPD) 1969 im Kontext der deutsch-​japanischen Bezie­hungen & zeit­ge­nös­si­scher Diskus­sionen über eine atomare Bewaff­nung Japans. Als Abschluß dieses Forschungs­vor­ha­bens ist jetzt ein Aufsatz in japa­ni­scher Sprache von mir erschienen.

この度、私が1969年の日独外務省政策企画協議と日本の核武装問題をテーマに執筆した論文が東京大学大学院総合文化研究科附属グローバル地域研究機構/ドイツ・ヨーロッパ研究センター編集『ヨーロッパ研究』第15号に掲載されましたので、ここにお知らせいたします。

マイク・ヘンドリク・シュプロッテ(2016年):「日独外務省政策企画協議と日本の核武装問題―エゴン・バールと1969年の日本訪問―」、『ヨーロッパ研究』、第15号、29-41頁. 論文のフル・テキストはこちらです。

Sicherheit & ihr Gegenbild - das „Schriftzeichen des Jahres” 2015 in Japan

kotoshi_no_kanji_2015Nicht wie bisher üblich am 12. Dezember, dem „Tag des chine­si­schen Schrift­zei­chens”, sondern etwas verspätet wurde heute das japa­ni­sche „Schrift­zei­chen des Jahres” (koto­shi no kanji 今年の漢字) 2015 bekannt gegeben. Wie schon in den Vorjahren hatte die „Japa­ni­sche Gesell­schaft zur Über­prü­fung der kanji–Fähig­keit“ (Nihon kanji nôryoku ken­tei kyô­kai 日本漢字能力検定協会) landes­weit Vorschläge für ein chine­si­sches Schrift­zei­chen einge­worben, das die viel­schich­tigen Entwick­lungen Japans im Jahr 2015 reprä­sen­tiere. Von insge­samt abge­ge­benen 129.647 fiel mit 5.632 Stimmen (= 4,3 %) die Wahl auf das Schrift­zei­chen  mit den Lesun­gen an /​ yasu[-i] - yasun[-jiru] - izu[-kunzo] sowie seinen Bedeu­tungen „sicher“, „fried­lich”, „bequem” und „billig”. Wie schon seine Vorgänger der Jahre 2013 und 2014 und wie das „Schrift­zei­chen der Zukunft” (mirai no kanji 未来の漢字) wurde das dies­jäh­rige chine­si­sche Sieger­zei­chen auch in einer kalli­gra­phi­schen Zere­monie im Kiyomizu-​dera (清水寺) vom Vorstand dieses buddhis­ti­schen Tempels Mori Sei­han 森清範 der Öffent­lich­keit vorge­stellt. Weiter­lesen

Neue Arbeitspapiere des Internationalen Graduiertenkollegs Halle Tôkyô

Logo IGK smallIn der von mir mither­aus­ge­ge­benen Publi­ka­ti­ons­reihe „‚Formen­wandel der Bürger­ge­sell­schaft’ - Arbeits­pa­piere des Inter­na­tio­nalen Gradu­ier­ten­kol­legs Halle Tôkyô” sind drei neue, sehr lesens­werte Texte erschienen, die im Voll­text zur Verfü­gung stehen:

♦ Nummer 17: Tono­mura, Masaru (2015): Die Erin­ne­rung an die Kolo­nien im Japan der Nach­kriegs­zeit.

♦ Nummer 18: Azaryahu, Maoz (2015): Öffent­li­ches Erin­nern - Die Zivil­ge­sell­schaft, der Staat und die Gestal­tung des natio­nalen Geden­kens in Israel.

♦ Nummer 19: Briese, Olaf (2015): Frei­wil­lige Feuer­wehren im 19. Jahr­hun­dert. Erfolge - Miss­er­folge - Behin­de­rungen.

Vortragsankündigung: „Egon Bahr ‒ sein Japanbesuch 1969” (OAG, Tôkyô, 23. Sept. 2015)

In der vergan­genen Nacht ist der Archi­tekt einer „Neuen Ostpo­litik” der sozi­al­li­be­ralen Koali­tion unter Führung Willy Brandts, der Frie­dens­for­scher und Bundes­mi­nister a.D. Prof. Dr. Egon Bahr (SPD) 93-​jährig verstorben. Diese trau­rige Nach­richt fällt zufällig mit meiner Absicht zusammen, heute auf einen Vortrag hinzu­weisen, den ich am Mitt­woch, den 23. September 2015 um 18:30 Uhr in deut­scher Sprache bei der Deut­schen Gesell­schaft für Natur- und Völker­kunde Ostasiens (OAG) in Tôkyô halten werde. Der Titel meines Vortrages lautet:

Egon Bahr ‒ sein Japan­be­such 1969 und die Frage einer japa­ni­schen Atom­be­waff­nung

Details über den Inhalt meines Vortrages, die Örtlich­keit und die gast­ge­bende Gesell­schaft finden Sie hier auf den Seiten der OAG. Außerdem könnten Sie sich über das mit diesem Vortrag in Zusam­men­hang stehende Forschungs­pro­jekt durch diese Projekt­skizze infor­mieren.

Neuigkeiten von der „Bibliographie zur historischen Japanforschung”

Zur Internetseite der "Bibliographie zur historischen Japanforschung"Es ist wieder einmal an der Zeit, von jüngeren Entwick­lungen bei der „Biblio­gra­phie zur histo­ri­schen Japan­for­schung” zu berichten. Zunächst gibt es Neuig­keiten aus dem Bereich „Perso­nalia”: Dr. Jan Schmidt, Co-​Administrator der ersten Stunde, hat Mitte 2015 seine Mitar­beit an der Biblio­gra­phie beendet. Ich danke Herrn Schmidt, der ab 1. Oktober 2015 als Assis­tant Professor an der Katho­li­schen Univer­sität Leuven in Belgien tätig ist, für die Koope­ra­tion seit dem Beginn der Arbeiten an der Biblio­gra­phie. Diese wird zukünftig von mir allein weiter­ge­führt.

Im Mai 2015 habe ich den 1400-​sten Daten­satz in die Daten­bank einge­ar­beitet. Gele­gent­lich werde ich sicher weiterhin aufgrund meiner beruf­li­chen Verpflich­tungen neue Titel zunächst sammeln müssen, bevor ich diese Seite wieder aktua­li­sieren kann. Gerade in den nächsten Wochen steht mit mehreren Vorträgen und einer Japan­reise einiges auf dem Arbeits­pro­gramm. Dennoch werde ich mich auch zukünftig bemühen, möglichst zeitnah Ihre Lite­ra­tur­hin­weise und meine eigenen Recher­che­er­geb­nisse zu berück­sich­tigen. Wie gewohnt steht auf der Inter­net­seite der Biblio­gra­phie ein Formular zur Titel­mel­dung zur Verfü­gung.