Geldleistung an den Staat – das „Schriftzeichen des Jahres“ 2014

Haben Sie nicht viel­leicht auch den Ein­druck, als sei das Jahr 2014, wenn auch noch weni­ge Wochen ver­blei­ben, beson­ders schnell ver­gan­gen? Fast kommt es mir vor, als habe ich erst „ges­tern“ von der Wahl eines „Schrift­zei­chen des Jah­res“ (koto­shi no kan­ji 今年の漢字) – da aber für das Jahr 2013 – als ver­kürz­te Bilanz eines Jah­res­laufs und den Modus sei­ner Aus­wahl berich­tet. Heu­te wur­de nun bereits das für das Jahr 2014 reprä­sen­ta­ti­ve Schrift­zei­chen gekürt. Es ist das 20. sei­ner Art. Die Wahl fiel auf das Schrift­zei­chen mit den Lesun­gen zei - sei / mit­su­gi sowie der Bedeu­tung „Steu­er“. Vor allem die Erhö­hung (zôzei 増税) der Ver­brauchs­steu­er (shôhi-zei 消費税) zum 1. April die­sen Jah­res, übri­gens erst­mals seit 1997, von 5% auf 8%, aber auch die Ver­schie­bung einer ursprüng­lich für den 1. Okto­ber 2015 geplan­ten zwei­ten Anhe­bung auf 10% führ­ten zum Votum für die­ses Schrift­zei­chen. Die Anhe­bung der Ver­brauchs­steu­er stel­le durch eine Ver­teue­rung von Waren des täg­li­chen Bedarfs, der Trans­port­kos­ten (für Taxis, Bah­nen und Bus­se) und der Gebüh­ren öffent­li­cher Ver­sor­gungs­un­ter­neh­men für Strom, Gas und Was­ser eine Belas­tung für die Haus­halts­füh­rung dar und habe dadurch einen gro­ßen Ein­fluß auf die Lebens­wei­se der Japa­ne­rin­nen und Japa­ner erlangt. Damit ver­wies es die Schrift­zei­chen netsu / atsu[i] – hate[ru] – iki[ru]hoto­b­o­ri 熱 (= Hit­ze, auch Eifer bzw. Enthu­si­as­mus) und kyo / fu{ku]ha[ku]uso 嘘 (= Lüge) auf den zwei­ten bzw. drit­ten Platz. Wei­ter­le­sen

Japanologentag 2015: Panel zu Protestformen im 19. und frühen 20. Jahrhundert zwischen Gewalt und Zivilität

ProtestformenGemein­sam mit Dr. Tino Schölz orga­ni­sie­re ich ein Panel, das wir wäh­rend des 16. Deutsch­spra­chi­gen Japa­no­lo­gen­tags, der vom 26. bis 28. August 2015 an der Uni­ver­si­tät Mün­chen statt­fin­den wird, mit the­ma­tisch aus­ge­wie­se­nen Kol­le­gen ver­an­stal­ten wer­den. Unter dem Titel: „Gewalt und Zivi­li­tät – Pro­test­for­men im 19. und der ers­ten Hälf­te des 20. Jahr­hun­derts“ wer­den wir der Leit­fra­ge nach­ge­hen, inwie­weit sozia­ler Pro­test in Japan – sowohl hin­sicht­lich der Legi­ti­ma­ti­on als auch der sozia­len Pra­xis – im Ver­lauf des 19. und der ers­ten Hälf­te des 20. Jahr­hun­derts in Bezug auf Gewalt und Zivi­li­tät einem his­to­ri­schen Wan­del unterlag.

Mein Weg zu Jesus – ein japanischer Reisebericht

Einleitung

Erschre­cken Sie bit­te nicht. Ich habe nicht die Absicht, mich in die­sem Bei­trag jener Fra­ge des Gret­chens zuzu­wen­den, die Goe­the im „Faust“ die­ser in den Mund leg­te: „Nun sag, wie hast du’s mit der Reli­gi­on?“ Pri­va­tes darf pri­vat blei­ben; Glau­bens­fra­gen wer­den nur am Ran­de berührt – zumin­dest soweit sie mei­ne per­sön­li­chen reli­giö­sen Über­zeu­gun­gen betref­fen. Ein Glau­bens­be­kennt­nis möch­te ich weder abge­ben noch ver­lan­gen. Mei­ne Absicht ist es viel­mehr nur, von einer Rei­se zu berich­ten, die mich schon vor meh­re­ren Mona­ten, Anfang März 2014, in den Nor­den Japans, in das Dorf Shin­gô 新郷 im Süden der Prä­fek­tur Aom­ori 青森県, auf den Spu­ren einer japa­ni­schen Jesus-Legende zu einem Grab führ­te, das angeb­lich das „Grab Chris­ti“ (Kiri­s­u­to no haka キリストの墓) sein soll. Die­ses Grab steht den­noch nicht etwa in einem christ­li­chen Kon­text, son­dern soll­te bei sei­ner „Ent­de­ckung“ im Jahr 1935 Glau­bens­in­hal­te einer neu­en, in Shintô-Tradition ste­hen­den Reli­gi­on (shintô-kei shin-shûkyô 神道系新宗教) stüt­zen, deren Exege­se dazu ver­an­laßt, die­se Reli­gi­on in einer Kom­bi­na­ti­on aus religions- und poli­tik­wis­sen­schaft­li­cher Ana­ly­se unter dem Dach des reli­giö­sen Natio­na­lis­mus, hier des Shintô-Nationalismus, zu ver­or­ten. Wei­ter­le­sen

Publikation: Egon Bahrs Japanbesuch 1969 und die Frage einer japanischen Atombewaffnung

Forschungsprojekt: Egon Bahrs Japanbesuch 1969 - Ein Moment des japanischen "nuclear hedging"

Im Okto­ber 2010 schlu­gen in Japan die Wel­len hoch, als der öffentlich-rechtliche Fern­seh­sen­der NHK in einer Doku­men­ta­ti­on mit dem Titel „Japan, das ‚Atom­bom­ben‘ zu besit­zen wünsch­te: die unbe­kannte Wahr­heit über das Land, das zum Opfer von Atom­bom­ben wur­de“ (‚kaku‘ o moto­meta Nihon: hiba­ku­koku ga shira­re­zaru shin­jitsu 「核」を求めた日本 - 被爆国が知られざる真実) ein Memo­ran­dum aus dem Jahr 1969 vor­stell­te, in dem der SPD-Politiker Egon Bahr, damals Lei­ter des Pla­nungs­sta­bes des Aus­wär­ti­gen Amtes der Bun­des­re­pu­blik, über die ers­ten Kon­sul­ta­tio­nen des Sta­bes mit sei­nem Pen­dant in Tôkyô berich­te­te und dabei streng ver­trau­li­che Aus­sa­gen japa­ni­scher Dele­ga­ti­ons­mit­glie­der zu der Opti­on einer eigen­stän­di­gen japa­ni­schen Atom­be­waff­nung in dem mög­li­chen japa­ni­schen Stre­ben nach dem Sta­tus einer „Super­macht“ erwähn­te. Nach­dem im Kon­text der Hava­rie des Atom­kraft­werks Fuku­shi­ma I unmit­tel­bar nach dem schwe­ren Erd­be­ben im Osten Japans am 11. März 2011 auf einer japa­no­lo­gi­schen Mai­ling­lis­te auf einen Arti­kel eines japa­ni­schen Poli­tik­wis­sen­schaft­ler hin­ge­wie­sen wor­den war, der die­sen Sach­ver­halt kri­tisch beur­teil­te, war mein Inter­es­se geweckt. Gera­de eben konn­te ich zu die­ser The­ma­tik einen Auf­satz veröffentlichen:

Sprot­te, Maik Hen­drik (2014): Egon Bahr und sein Japan-Besuch 1969: Japa­ni­sche Atom­waf­fen als ‚Fra­ge des Wil­lens, nicht des Kön­nens‘?“ In: Fakul­tät für Ost­asi­en­wis­sen­schaf­ten der Ruhr-Universität Bochum (Hg.): Bochu­mer Jahr­buch zur Ost­asi­en­for­schung (BJOAF). Mün­chen: Iudi­cium, 36 / 2012, S. 213–247.

Ich habe mein Publi­ka­ti­ons­ver­zeich­nis ent­spre­chend auf den neu­es­ten Stand gebracht.

Anglizismen verursachen keine seelischen Qualen!

Zumin­dest sind sie offen­bar nicht jus­ti­tia­bel. Vor eini­gen Mona­ten berich­te­te ich von einer recht unge­wöhn­li­chen Kla­ge eines Pen­sio­närs, dem die Ent­wick­lung der japa­ni­sche Spra­che nicht völ­lig gleich­gül­tig ist, gegen den öffentlich-rechtlichen Fern­seh­sen­der NHK. Taka­ha­shi Hôji 高橋鵬二 hat­te im ver­gan­ge­nen Jahr mit der Behaup­tung, durch einen zu häu­fi­gen Gebrauch eng­li­scher Lehn­wör­ter in der japa­ni­schen Spra­che in Fern­seh­sen­dun­gen des Staats­fern­se­hens „see­li­sche Qua­len“ (seishin-teki kutsû 精神的苦痛) zu erlei­den, eine Scha­den­er­satz­kla­ge vor dem Land­ge­richt Nago­ya (Nago­ya chi­sai 名古屋地裁) ange­strengt. Bereits am 12. Juni erging in der Sache das Urteil: Wei­ter­le­sen

Eine runde Sache – das „Schriftzeichen des Jahres“ 2013

Seit 1995 wird es in Japan ermit­telt – das chi­ne­si­sche „Schrift­zei­chen des Jah­res“ (koto­shi no kan­ji 今年の漢字). Als gemein­nüt­zi­ge Stif­tung wirbt die „Japa­ni­sche Gesell­schaft zur Über­prü­fung der kan­ji-Fähig­keit“ (Nihon kan­ji nôryo­ku ken­tei kyô­kai 日本漢字能力検定協会) jähr­lich Vor­schlä­ge für ein chi­ne­si­sches Schrift­zei­chen (kan­ji 漢字) ein, des­sen Bedeu­tung die Ent­wick­lun­gen eines Jah­res am bes­ten wider­spie­ge­le. Die Gesell­schaft hat ihren Sitz in Kyô­to und grün­det ihre Tätig­keit auf drei Säu­len: (1) der Stei­ge­rung des öffent­li­chen Bewußt­seins für die Bedeu­tung chi­ne­si­scher Schrift­zei­chen in der japa­ni­schen Spra­che, (2) der For­schung zur kan­ji-Kul­tur und zum Japa­ni­schen und (3) der Stei­ge­rung der Fähig­keit in der Ver­wen­dung chi­ne­si­scher Schrift­zei­chen. Zur Popu­la­ri­sie­rung chi­ne­si­scher Schrift­zei­chen wird nun­mehr seit 1995 an jedem 12. Dezem­ber, dem von der Gesell­schaft pro­kla­mier­ten „Tag des chi­ne­si­schen Schrift­zei­chens“ (kan­ji no hi 漢字の日), in einer medi­en­wirk­sa­men Zere­mo­nie am Kiyomizu-dera (清水寺), einem der belieb­tes­ten bud­dhis­ti­schen Tem­pel Kyô­tos, die jähr­li­che Wahl ver­kün­det. Dazu kal­li­gra­phiert der Vor­stand (kan­su / kan­ju 貫主) des Tem­pels, Mori Sei­han 森清範, groß­flä­chig die Aus­wahl des Jah­res. Die­se Kal­li­gra­phien wie­der­um wer­den im Muse­um der Gesell­schaft (kan­ji shiryô­kan 漢字資料館) gesam­melt und aus­ge­stellt. Mit dem „Tag des chi­ne­si­schen Schrift­zei­chens“ sol­le das Inter­es­se an kan­ji ver­tieft und eine Gele­gen­heit geschaf­fen wer­den, über die tief­grün­di­ge Bedeu­tung der Schrift­zei­chen, die den Kern der japa­ni­schen Spra­che dar­stell­ten, zu ler­nen. Außer­dem wol­le man gene­rell das Ver­ständ­nis für die japa­ni­sche Kul­tur ver­tie­fen. Die Aus­wahl jenes kon­kre­ten Datums eines „Tages des chi­ne­si­schen Schrift­zei­chens“ ihrer­seits, also des 12.12., erfolg­te gemäß einer Eigen­art in Japan, sich Zah­len über deren Lesung mit­tels einer „Esels­brü­cke“ mer­ken zu kön­nen und zugleich einen der Zah­len­aus­wahl Sinn geben­den Gehalt zu trans­por­tie­ren (goroa­wa­se 語呂合わせ):

1 – 2 – 1 – 2 = いい字一字 = „ii ji ichi­ji“ als Mot­to des Tages, mit dem der Wunsch aus­ge­drückt wird, sich (min­des­tens) „ein Zei­chen, ein schö­nes Zei­chen“ pro Jahr zu merken;

Für das Jahr 2013 wähl­te man das Zei­chen (rin / wa) mit der Bedeu­tung „Ring“, „Rad“ bzw. etwas „Run­des“. Die erfolg­rei­che Bewer­bung Tôkyôs um die Olym­pi­schen Som­mer­spie­le 2020, aber auch die Auf­nah­me des Ber­ges Fuji und der ihn umge­ben­den Orte in die Lis­te des Welt­kul­tur­er­bes sei­tens der UNESCO und die Qua­li­fi­zie­rung der japa­ni­schen Mann­schaft für die Fuß­ball­welt­meis­ter­schaft 2014 hät­ten gezeigt, daß man durch ein Zusam­men­ste­hen, durch „Team­work“, etwas errei­chen kön­ne. Glei­ches gel­te für die Bewoh­ner der Tôhoku-Region, also des Nord­os­tens Japans, mit deren Unter­stüt­zung die Tôho­ku Raku­ten Gol­den Eagles (東北楽天ゴールデンイーグルス) erst­mals in ihrer Ver­eins­ge­schich­te im Jahr 2013 in der japa­ni­schen Base­ball­li­ga den Meis­ter­ti­tel errin­gen konn­ten. Außer­dem habe man die Fol­gen der zahl­rei­chen Natur­ka­ta­stro­phen, die 2013 das Land heim­such­ten, dadurch über­win­den kön­ne, daß man zusam­men­ge­stan­den habe. Das Schrift­zei­chen doku­men­tie­re zudem auch eine grenz­über­schrei­ten­de Soli­da­ri­tät, wie sie sich bei­spiels­wei­se in der Ent­sen­dung des bis­her größ­ten Kon­tin­gen­tes der japa­ni­schen Selbst­ver­tei­di­gungs­kräf­te auf die Phil­ip­pi­nen zu Rettungs- und Hilfs­ak­tio­nen im Zuge der durch den Tai­fun Hai­y­an ver­ur­sach­ten Zer­stö­run­gen äuße­re. Wei­ter­le­sen

Verursachen Anglizismen seelische Qualen?

Er ken­ne kein ande­res Land der Erde, in dem man so respekt­los mit der eige­nen Spra­che umge­he. Mit die­ser Ein­schät­zung wur­de Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Ram­sau­er (CSU) bereits im Jahr 2010 zitiert, als er in sei­nem Res­sort den Angli­zis­men in der deut­schen Spra­che den Kampf ansag­te. Ein „Flip­chart“ sei­nes Hau­ses wur­de so offen­bar wie­der zum „Tafel­schreib­block“, ein „Mee­ting“ zu einer „Bespre­chung“ und  ein „Lap­top“ zum „Klapprech­ner“. Da bekannt­lich nur der ste­te Trop­fen den Stein höhlt, dau­er­te es noch drei Jah­re, bis auch die Deut­sche Bahn 2013 erklär­te, nun­mehr die­sem Vor­bild fol­gen zu wol­len, in dem man zur Pfle­ge der deut­schen Spra­che künf­tig Angli­zis­men – soweit mög­lich – ver­mei­den wol­le. Wenn es dann auch bedau­er­lich scheint, statt auf den für „kiss & ride“ vor­ge­se­he­nen Park­plät­zen doch mög­li­cher­wei­se zukünf­tig nur wie­der in der „Kurz­zeit­park­zo­ne“ Abschied neh­men zu kön­nen, mag die­ses Vor­ge­hen begrenzt die Kom­mu­ni­ka­ti­on in der Gesell­schaft über die Genera­tio­nen­gren­zen hin­weg erleich­tern. Dem Bun­des­mi­nis­ter sei den­noch eine Rei­se nach Japan emp­foh­len, denn so könn­te er jen­seits sei­ner auf den natio­na­len Bereich beschränk­ten Sicht­wei­se viel­leicht ein wei­te­res „Land der Erde“ ken­nen­ler­nen, in dem er sprach­lich Begeis­ter­te tref­fen könn­te, die sei­ne Ansich­ten hin­sicht­lich der Respekt­lo­sig­keit des sprach­li­chen Umgangs nahe­zu deckungs­gleich zu tei­len schei­nen und glei­cher­ma­ßen die sprach­li­che Ent­wick­lung ihres Lan­des kritisieren.

Im Som­mer 2013 war bei­spiels­wei­se auch für den 71-jährigen Taka­ha­shi Hôji 高橋鵬二 eine Gren­ze über­schrit­ten. Als Ver­ant­wort­li­cher eines „Ver­eins, der die japa­ni­sche Spra­che hoch­schätzt“ (Nihon­go o tai­setsu ni suru kai 日本語を大切にする会) reich­te der in der Stadt Kani in der Prä­fek­tur Gifu 岐阜県可児市 ansäs­si­ge ehe­ma­li­ge Beam­te über sei­nen Anwalt eine Scha­den­er­satz­kla­ge beim Land­ge­richt Nago­ya (Nago­ya chi­sai 名古屋地裁) gegen die öffentlich-rechtliche Sen­de­an­stalt NHK (Nihon hôsô kyô­kai 日本放送協会) ein. Anlaß sei­ner Kla­ge waren „see­li­sche Qua­len“ (seishin-teki kutsû 精神的苦痛), die durch den über­mä­ßi­gen Gebrauch von Lehn­wör­tern, vor­nehm­lich eng­li­scher Pro­ve­ni­enz, in Sen­dun­gen des öffent­li­chen recht­li­chen Fern­se­hens ver­ur­sacht wor­den sein sol­len. Inhalt­lich wand­te er sich gegen den „wider­recht­li­chen Gebrauch“ von Lehn­wör­tern in Fern­seh­sen­dun­gen, selbst dann, wenn die­ser völ­lig unnö­tig sei. Mögen jun­ge Men­schen auch die­se Fremd­wör­ter ver­ste­hen, könn­te eine älte­re Per­son Begrif­fe wie etwa アスリート (asurî­to, = ath­le­te, = Ath­let) oder コンプライアンス (konpurai­an­su, = com­pli­an­ce, = Ein­wil­li­gung, Kon­for­mi­tät, Über­ein­stim­mung, Ord­nungs­mä­ßig­keit) inhalt­lich nicht erfas­sen. Der über­mä­ßi­ge Gebrauch von Fremd­spra­chen füh­re bei Per­so­nen, die die­sem gegen­über ein Unwohl­sein emp­fän­den, zu unnö­ti­gen see­li­schen Qua­len und stel­le somit ein „Delikt“ (fuhô kôi 不法行為) gemäß § 709 des japa­ni­schen Bür­ger­li­chen Gesetz­bu­ches (min­pô dai-709-jô 民法第709条) dar. Gera­de ein öffentlich-rechtlicher Sen­der wie NHK sei aber zu einer all­seits ver­ständ­li­chen Aus­drucks­wei­se ver­pflich­tet. Nach­dem die Beant­wor­tung eines Schrei­bens zum Gebrauch von Lehn­wör­tern durch NHK nicht erfolgt sei, habe sich Taka­ha­shi zur Kla­ge ver­an­laßt gese­hen. Wei­ter­le­sen